Teilnehmerrekord mit 355 Startern aus 35 Vereinen
Zirndorf - Beim „Season Opening“ des TSV Zirndorf sorgen 355 Teilnehmer aus 35 Vereinen für ein breites Grinsen bei den Landestrainern. Das Top-Rennen war erneut ein Duell zwischen LAC Quelle Fürth und dem Gastgeber.
Beim diesjährigen „Season Opening“ des TSV Zirndorf auf dem Bibertsportplatz stimmte nahezu alles: Teilnehmerrekord, Top-Wetter und gute Leistungen. Das Sportfest in Zirndorf gehört für viele Leichtathleten aus der Metropolregion schon seit Jahren zum festen Programm für den Start in die Freiluftsaison. Das zeigen auch die 355 Teilnehmer aus 35 Vereinen. Eines der sportlichen Top-Rennen gab es gleich zu Beginn der Veranstaltung. Für Jan Schindzielorz, Landestrainer im Hürdensprint, war es der erste Besuch auf diesem Sportplatz.
Er sagte vor dem Startschuss: „Ich bin gespannt, wie gut die beiden ihren ersten 100-Meter-Hürden-Wettkampf absolvieren.“ Dabei bezog er sich auf Amelie Giese (TSV Zirndorf) und Munachi Eze (LAC Quelle Fürth). Giese war im Vorjahr Deutsche W15-Meisterin über 80 Meter Hürden und Eze Deutsche W15-Vizemeisterin über 100 Meter. Beide sind im Kadertraining bei Schindzielorz und waren über Ostern mit dem Kader in Griechenland zum Training. Bei Hürdenläufen können schon kleine Fehler über Sieg oder Niederlage entscheiden. An diesem Vormittag war es Eze, die einen Top-Lauf auf die Bahn brachte und in 13,81 Sekunden vor Giese (14,35 Sekunden) gewann.
Landestrainer Jan Schindzielorz packt den Taschenrechner aus
„Zur Norm für die U18-Europameisterschaft fehlen nur sechs Hundertstelsekunden“, rechnete Schindzielorz nach. Zufrieden sind auch die beiden Sportlerinnen. „Es hat sich gar nicht so lang angefühlt“, merkte Giese an. Danach standen für beide noch die Sprintstrecken auf dem Wettkampfprogramm. Munachi Eze gewann die 100 Meter der U18 in 12,50 Sekunden vor ihrer Vereinskollegin Mia Brand (12,82 Sekunden). Über 200 Meter setzte sich Amelie Giese in 25,77 Sekunden gegen Amelie Frick (TSV Bad Rodach, 26,10 Sekunden) durch. Marcus Grun, Abteilungsleiter beim TSV Zirndorf und Stützpunkttrainer für Langsprint, war nicht nur mit der Organisation beschäftigt, sondern hatte auch einige seiner Athleten zu betreuen.
„Zum Saisonstart sollen die Langsprinterinnen und Langsprinter noch nicht auf ihrer Spezialstrecke (400 Meter) antreten“, erklärte er und fügte das Wettkampfprogramm über 300 Meter und 500 Meter hinzu. Über 300 Meter lieferten sich der 17-jährige Johannes Lorz (LAC Quelle Fürth) und der 28-jährige Moritz Hecht (LG Forchheim) einen harten Kampf um den Sieg. Dabei blieb Lorz mit 35,16 Sekunden noch klar vor Hecht, der 35,79 Sekunden benötigte. Bei den Sprinterinnen über 300 Meter setzte sich Amelie Frick in 41,44 Sekunden deutlich gegen Friederike Meyer (TSV Burghaslach) durch. Über 500 Meter sicherte sich Meyer in 1:20,67 Minuten den Sieg vor Christiane Hecht (TSV Zirndorf). Moritz Hecht setzte sich in 1:07,50 Minuten gegen den 17-jährigen Roman Knorr (LAC Quelle Fürth) durch, der 1:08,37 Minuten benötigte.
Die Bayerischen und Deutschen Meisterschaften finden erst im Juli und August statt. „Zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison sind das alles schon sehr gute Leistungen“, freute sich Grun über die Zeiten – nicht nur über die seiner eigenen Athleten. Auch bei den Wettkämpfen der jüngeren Sportler waren schon beachtliche Leistungen zu sehen. Vor allem im Weitsprung gab es große Teilnehmerfelder.